Amateurfunk: k(l)eine Klasse K kommt!?

Info und Kommentar zur Klasse K

Seit Jahren ist eine neue Einsteigerklasse K im Gespräch. Viel diskutiert. Gegner führen eine Verwässerung des Amateurfunks auf CB-Niveau an. Befürworter erhoffen sich Nachwuchsgewinnung und eine Belebung der UHF/VHF-Relais.

In der heutigen Zeit der mobilen Anwendungen mit Smartphones und Tablets sowie den Möglichkeiten des Internets ist es jungen Leuten kaum noch zu vermitteln, wozu sie 1.500 Fragen lernen sollen, um zu funken. Und wozu soll man eigentlich überhaupt noch funken?

„HAM Spirit“? Mobbing im Amateurfunk

Kein Wunder also, dass der Altersdurchschnitt z. B. beim DARC und in den OVs immer höher wird. Es steht zu befürchten, dass begeisterte Neueinsteiger mit einer Klasse K gemobbt werden, so wie es DO-Rufzeicheninhabern z. B. auf dem Zugspitzrelais immer noch passiert. Anstatt sich über jeden Neuzuwachs zu freuen! Völlig unverständlich, dieser elitäre Dünkel einiger Unverbesserlicher.

Aller guten Dinge sind drei schon immer! Auch woanders

In den USA z. B. gibt es schon lange drei Klassen, in Polen ebenso. Nur in Deutschland scheinen einige doch recht ignorant-arrogant zu sein sein. Zudem gab es bereits bis zur Reform eine vergleichbare Klasse C. Wo liegt also das Problem?

Wir meinen: eine kleine Klasse K  rein für UHF/VHF mit max. 10 Watt wäre gut und würde vielen schon reichen fürs Funken über die lokalen Relais.

Doch wann kommt die kleine Klasse K?

Das Thema zieht sich schon seit Jahren. Doch im Sommer sickerte „Sommer 2017“ als möglicher Termin durch.

Gestern jedoch erfuhren wir aus allererster Hand, dass das Bundesverkehrsministerium (dem auch Afu untersteht) dem Thema aktuell nicht oberste Priorität einräumen soll und K wohl „nicht mehr in dieser Legislaturperiode“ kommt. Es wird wohl noch weitere 2–3 Jahre dauern.
Wenn es kommt, bitte liebe OMs, gebt den Kleinen eine Chance, seid auch nett zu den E-Lizenzen 🙂 Seid froh, wenn sich was tut und Leute für Afu interessieren ?

Die Klassen im Überklick:

Welche Klasse möchte, mag ich, kann ich?

  • Klasse A: kann Alles ??
  • Klasse E wie Einsteiger ??
  • Klasse K wie kleine Klasse ?

… besser eine kleine Klasse als keine Klasse.

Nicht jeder möchte sich mit A abquälen. Mit E kann man schon viele schöne Dinge machen: UHF/VHF-Relaisfunkbetrieb, einige Kurzwellenbänder, Fuchsjagden, UKW zur ISS … Nur Hamnet und Weltraumfunk ist (noch) nicht möglich.

Unser Tipp: Solange kein K kommt, mit E beginnen und ggf. danach auf A aufstocken!

Wie und warum auf die Amateurfunkprüfung vorbereiten?

Hierzu werden wir bald ausführlich schreiben, bitte bleiben Sie dran!

5 Kommentare auf “Amateurfunk: k(l)eine Klasse K kommt!?”

  1. […] Ein umfassender blog zum Thema Amateurfunk hauc hier beim:  Mehner.info […]

  2. Dergraue sagt:

    Ja bin 65 jahre und eine kleine k Lizenz auf 2 m und 70 cm würde vielen reicheb auf waldkanal mit 10 Watt und E
    rund um die Welt ,keiner kann große Antenne auf Dach bringen ,und da reicht eine kleine Antenne schon ,denn die zeiten sind ja nun vorbei .da reicht das mit 2 und 70 cm ,na hoffentlich bald ist sie da ,danke Erich

  3. Rico sagt:

    Es ist echt interessant was man so liest über die Klassen.
    Junge Leute wollen das sich etwas bewegt und dann liest man viel Ältere OM’s die ständig schimpfen, lästern und jammer um die AFU Klasse K oder vergleichbar…..

    Warum eigentlich und was ist so schlimm?
    Störer? ->Viele nette OM’s aus meiner Region beklagen das schon seit Jahren das mal einer stört und das obwohl es keine K Klasse gibt.

    Ich möchte, wann immer das möglich sein wird mit funken.
    War schon immer nett und wusste wo immer man auf nem erlaubten Band ist wie man sich benimmt.
    Auch wenn die alten Hasen das hasse, aber ich will einfach mit einem normalen DuoBand Gerät 2m/70cm normal funken mit max. 10W die so die Geräte in der Hand überlich hab.
    Gern auch weite Gespräche mal führen.

    Entgegen anderen Menschen wünsche ich mir eine dafür vorgesehene Miniprüfung mit Fragen zum allgemeinen Verhalten und gut. Vielleicht auch was zu Frequenzen und Leistung.

    Aber mal ehrlich Leute, Butter bei die Fisch, ich hatte heute mal nur zum Spass ohne Lernen den Technikteil im AFU Test Klasse E probiert.
    Ich bin Informatiker und gut in meinem Beruf. In meiner Freizeit löte und bastel ich an Platinen. Kenne mich rudimentär aus mit den aktiven und passiven Bauelementen.
    Dann lese ich in der Frage „Wie ist der Farbcode XX,XX,XX vom Wiederstand XY“
    Hallo? Selbst mit meiner Erfahrung in der Halbleitertechnik hat man soviel kram im Kopf wie „Baudraten Com Port, Befehle Shell Linux, Programming Code in PHP, C, C++, C# usw.“ Da merkt man sich das nicht alles und schaut schnell nach im Farbcodebuch und fertig.

    Es soll und darf eine Prüfung allgemein geben, aber solche Fragen haben nichts mehr mit Einsteiger zu tun. Und ein Einsteiger will ja sowieso kein Funkgerät bauen und nur mit fertigen Geräten funken meistens.
    Kenne viele die nett sind auf Funk und das wollen, aber denen ist das so happig wie mir mit Vollzeitjob und das kann ich auch verstehen.
    Auswendig lernen ist nicht und das hatte ein anderer Funker im Kommentar wo anders schon mir völlig aus der Seele geschrieben.
    Wenn lernen und machen dann richtig.
    Auswendig lernen bringt eh nichts.

    Dank und 73!

    • Volker sagt:

      Hallo Rico,
      schau Dir mal den offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur an. Im Anhang ist eine Formelsammlung, die Du bei der Prüfung zur Verfügung gestellt bekommst. Sie enthält auch die Tabelle der Farbcodierungen. Auch die Formeln für alle prüfungsrelevanten Berechnungen sind enthalten. Du musst nur wissen, wie man das alles anwendet. Auswendig lernen muss man also im Themenbereich Technik praktisch nichts.
      Hau rein und mach Deine Prüfung…

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