Fern-Seh Programm am Jupiter

Jupiter mit DSLR und Barlow am 12"-Dobson fotografiert. Visueller Seheindruck ca. 170-fache Vergrößerung

Jupiter mit DSLR und Barlow am 12″-Dobson fotografiert. Visueller Seheindruck ca. 170-fache Vergrößerung

… wenn das reguläre Fernsehprogramm mal wieder an Armseligkeit kaum zu überbieten ist, dafür aber der Himmel frei ist und seinen Reichtum zeigt, dann ist doch noch „Fern-Sehabend“  😉

Das passende Programm liefert(e) der astronomische Dienst „Heute am Himmel“ gleich mit:

„Heute Abend laufen zwei Jupitermonde vor dem Planeten durch. Sie werfen ihre Schatten auf Jupiter. Zum Höhepunkt ist auch noch der Grosse Rote Fleck gut positioniert.

Schattenspiele der Jupitermonde am Abendhimmel: Io und Ganymed und ihre Schatten vor Jupiter, nur ein Mond neben Jupiter zu sehen.“

Dazu lieferte er noch die passende Chronologie des Tanzes der Jupitermonde mit, spannend wie ein Krimi: Das „Programm“ lief von 20:03 bis 0:13 Uhr. Das nenne ich mal ein Fern-Seh-Programm!

Selbst beobachteten wir den Krimi mit dem 12″ FlexTube von SkyWatcher.

 Üblicherweise meiden wir Planetenbeobachtung mit diesem Gerät, da seine Stärke doch eher im DeepSky-Bereich liegt  und er aufgrund der großen Öffnung recht Seeinganfällig ist.

Doch an diesem Fern-Seh-Abend, der in die Geschichte eingehen wird, hat es sich ausbezahlt, auf den großen 12-er gesetzt zu haben!

Das Seeing war 1A, kaum ein Stern flimmerte, allenfalls Sirius ein ganz klein wenig. Die Luft war klar und ruhig wie selten.

Da konnte der 12er FlexTube seine ganze Stärke ausspielen und Jupiter kam super zur Geltung!

Wir nutzten unser „Dobson-OkularBaader Hyperion Zoom auf Zoomstufe 8 = 187 Vergrößerung und es wäre vermutlich noch mehr gegangen … war aber auch so schon beeindruckend! Das Lästige hier war etwas das Nachschubsenmüssen …

Aber da war er, der Planetenkaiser, relativ groß (ca. Daumennagel) und sehr scharf:

  • Details und Verwirbelungen in den Wolkenbändern
  • der GRF, leuchtend orange und oval, dazu
  • wunderbare Mond und Schattenspiele im „Strafraum der Planetenscheibe“ und einer stand „abseits draußen“  😎

Das Spechtelglück wurde auch durch keine Glaskörpertrübung getrübt  😉

Was für ein Erlebnis, tief beglückend (wer kann das schon vom regulären Fernsehen behaupten).

… das ist „fern-sehen“ par excellence in der ersten Reihe und mit dem 3. sieht man besser ;-))

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