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Foto: Wiesenteich gespeist durch eine künstliche Drainagenquelle
Ein eigener Fischteich ist ein echter Traum! Was aber tun, wenn man zwar Land, aber kein Wasser hat? Verschiedene Lösungen sind denkbar:
Himmelsteich / Regenwasserteich
Der Teich wird ausschließlich durch Niederschläge wie Regen, Schnee, Hagel bewässert. Die Wasserqualität hängt hier auch von der Qualität des Regens ab (“saurer Regen”).
Brunnenteich
Der Teich wird durch einen Brunnen gespeist. Die Wasserförderung erfolgt durch Pumpen oder Schöpfwerke:
Pumpen:
- manuelle Handpumpe (Schwenglpumpe)
- Motorpumpe
- Solarpumpe (wichtig: zwischengeschalteter Akku)
- Windradpumpe
Schöpfwerke:
- Schöpfrad
- hydraulischer Wasserwidder
- archimedische Schraube
- Kettenpumpe
- Tierbetriebene Göpelschöpfwerke
- Heinzenkunst-Schöpfwerke im Bergbau
Hier wird entweder Grundwasser zur Teichbewässerung gefördert, oder Wasser von einem niederen Niveau (niedriger gelegener Fluss, Bach) auf ein höheres Niveau zum Teich gebracht.
Regenrinnenteich
Wasserzulauf erfolgt über Dächer und Regenrinnen.
Nachteil: das Wasser kann verschmutzt sein (Regenrinnenrückstände wie Kupfer oder Dachplattenmaterial (Eternit)). Wasseraufbereitung oder vorgeschalteter Filter kann nötig sein.
Diese Teiche funktionieren nur bei Fischen die kein frisches fließendes Wasser benötigen wie Karpfen, Schleien, Zander, Hechte, ... Nicht aber bei Salmoniden wie Forellen! Hier kann eine “künstliche Quelle” für viel Frischwasser sorgen!
die Idee:
Echtes Quellwasser aus einer künstlichen Quelle!
Eine Quelle ist im Grunde ein Grundwassersammler aus dem Boden der Umgebung. Genau das ist eine künstliche Quelle auch.
“Bodenmelken” - dem Boden die Feuchtigkeit entziehen mit Drainagen:
Die Idee ist, mittels Drainagen die durch die Schwerkraft nach unten sickernde Bodenfeuchte zu sammeln. Das klappt sehr gut bei Wiesen.
Was man dazu braucht ist etwas Bodenfläche / Wiesenfläche für das Drainagennetzwerk. Ein kleines Gefälle muss natürlich auch vorhanden sein.
Wie ein Aderngeflecht ziehen sich die Drainagen in die Bodenfläche hinein, saugen und sammeln die Bodenfeuchte.
Die Drainagen werden als Saugleitungen in die Wiese gelegt, in Sammelleitungen gefasst und mit einer Ableitung zu einem Vorbecken geführt.
Filterfunktion - die Wasserreinigung der künstlichen Quelle
Der Rasen und die oberen Schichten dienen als Wasserspeicher und gleichzeitig als ein natürlicher Filter des Regenwassers. Die Bodenschicht über der Drainage hat eine Speicherfunktion - das Wasser wird nur langsam “tröpfchenweise” abgegeben, was für einen kontinuierlichen Wasserfluss sorgt. Dazu kommt vorteilhaft eine Filterfunktion.
- Filterfunktion der Grasnarbe und der oberen Bodenschichten sowie der Kiesschicht über der Drainage.
- Vlies über den Drainagerohren bzw. Kokos-Drainagerohre sorgen für weitere Filterung.
- Die Drainagerohre münden in einen Vorbecken. Es sammelt nicht nur das Wasser, sondern hier setzen sich auch die letzten verbliebenen Schwebstoffe und Sedimente ab.
Ergiebigkeit - Schwall oder steter Tropfen?
Die Quellschüttung der so angelegten künstlichen Quelle hängt von mehreren Faktoren ab:
- Die Bodenbeschaffenheit ist ein Parameter: sandiger Boden lässt das Wasser schneller durch und hat wenig bis keine Speicherfunktion - schlecht für die künstliche Quelle.
- Drainierte Einzugsfläche: die Größe und Ausbreitung des Drainagennetzwerkes
- Jahresniederschlagsverhalten am Standort
Weitere künstliche Quellen:
Es gibt und gab noch weitere mehr oder weniger kuriose oder erfolgreiche Ansätze für künstliche Quellen in der Geschichte:
- Luftbrunnen / Luftquelle! (entzieht der Luft die Feuchtigkeit)
- Artesischer Brunnen
- Kanat-Stollen
- Schichtwasser horizontal anbohren
- Grundwasser- oder Sickerwasserstaumauern
- Tausegel: einfangen von Tauwasser
- Nebelnetz
Wassergewinnung aus der Luft - die Luftbrunnen / Luftquellen!
Luftbrunnen sind eine alte Erfindung - mit Relevanz bis in die Neuzeit. Die Idee
gewinnt wieder an Aktualität.
Gesammelte Links zu Luftbrunnen / Luftquellen:
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