„Wir bleiben in Kontakt“ – über Roaming mit digitalem Autofunk

Digitaler DMR-Funk hat gegenüber analog einen entscheidenden Vorteil, gerade unterwegs: Roaming!

Roaming ist ein automatischer Funkzellenwechsel: Das Funkgerät schaltet automatisch von einem Relais zum nächsten um. Man bleibt in Kontakt mit seinem Gesprächspartner. Und muss manuell nichts fummeln, kann sich aufs Fahren konzentrieren.

 Gerade fürs Auto (auch Motorrad) optimal! 

Der Programmieraufwand ist anfangs etwas mühsam. Doch der Aufwand lohnt sich!

„Roaming“ bei analogem Relais-Funk

Gerade im Ruhrgebiet und Norddeutschland sind Relais-Ketten verbreitet. Analoge FM-Relais können gekoppelt werden, z. B. das RuhrLink-Sprechfunknetz. So kann man die Reichweite mobilerweise deutlich erhöhen. Allerdings muss man als Autofahrer manuell zwischen den Relais wechseln. Eine Automatik gibt es hier nicht.

Roaming bei DMR

DMR bietet Roaming! Allerdings nur die Betriebsfunkgeräte Hytera und Motorola. Tytera/Retevis unterstützt Roaming leider noch nicht! Dafür gibt es von letzteren auch DMR-Dualbander, nicht aber von ersteren.

Das DMR-Roaming funktioniert über programmierten Codeplugs. Das Funkgerät scannt die dort gespeicherten Relais ab, wenn ein Signal zu schwach wird. Das funktioniert sehr gut! Roamingbaken unterstützen das Funkgerät beim Roaming-Scannen, es bemerkt besser/schneller, dass ein Relais in Reichweite ist. Das Roaming funktioniert dabei vollautomatisch im Hintergrund. In manchen Gegenden hat man nahtlose Abdeckung und kann sich so voll auf das Autofahren konzentrieren.

Nachteil: Aufwändiges Programmieren von Codeplugs und Roaminglisten. Kein / kaum manuelles Programmieren & Einstellen per Hand. Roaminglisten / Repeaterlisten müssen gepflegt sein. Die Uneinigkeit zwischen den DMR-Netzen Brandmeister und DMR+ geht zu Lasten einer einheitlichen Netzabdeckung.

Roaming bei C4FM

C4FM bietet eine Art Roaming an mit „Preset-TRX“. Der Vorgang muss allerdings manuell angestoßen werden. Vorteil ist, dass keine Roaminglisten programmiert werden müssen. Allerdings müssen die C4FM-Relais auf einer zusätzlichen Roamingfrequenz senden. Derzeit scheinen noch nicht allzuviele C4FM-Relais am Preset-Search teilzunehmen. Denn es ist ein gewisser Aufwand vonnöten. Es braucht ein 2. Funkgerät und eine Roaming-QRG.

Ist allerdings alles richtig eingestellt, empfängt das Yaesu-Autofunkgerät ein Signal vom Umsetzer und schaltet sich automatisch auf die entsprechende Frequenz auf.

Roaming bei TETRA

Tetra bietet ein vollautomatisches Roaming-System.

Ressourcen

Infos und Input zum Roaming im Amateurfunk:

Ein Kommentar auf “„Wir bleiben in Kontakt“ – über Roaming mit digitalem Autofunk”

  1. Christian sagt:

    Roaming, hm. Ist es wirklich das, was fehlte? Ich habe eher einen anderen Eindruck. Es ist doch so: FA übernehmen i.d.R. die Modi, die bei den Kommerziellen nach einiger Zeit so abfallen. Diese Modi sind aber im eigentlichen Sinne nicht für die Belange der FA designed worden. Da geht es eher um sichere Versorgung in definierten Funkzellen. Ja, das würde DMR und Roaming bedienen, richtig. Was aus meiner Sicht aber viel interessanter ist, ist ein auf Reichweite getrimmter Modus. Mit D-Star wurde schon richtig angefangen. Ein schmaler 6,25 kHz-Kanal („Energiebündelung“). Niederbitratig, hohe Fehlertoleranz resp. Fehlerkorrektur. Solange man da nicht wesentlich besser als FM ist, sind die restlichen Merkmale aller DV-Modi reiner Komfort, auf den ich gern verzichte. Von der Vielfalt der Modi ganz abgesehen, diese ist eher kontraproduktiv.

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