Die Gitarre richtig „satteln“ ;-)

Sattel mit Kompensation für bessere Intonation

Sattel mit Kompensation für bessere Intonation

Die Einstellung des Sattels einer Gitarre ist sehr wichtig. Denn er trägt stark zur bequemen Bespielbarkeit bei und zur Intonation.

Saitenspreizung

Die Saitenabstände am Sattel liegen immer im Bereich von 42 bis 44 mm – je nach Griffbrettbreite. Dabei kann man aber locker um 1 mm variieren. So finden wir bei Gitarren mit 52 mm Griffbrettbreite sowohl 42 als auch 43 mm Saitenspreizung.

Das individuell einzustellen über den Sattel, ist sehr wichtig. Denn die Greiffinger lösen 1 mm mehr oder weniger erstaunlich gut auf, selbst über die ganze Breite des Griffbretts und melden über ihre Rezeptoren ans Gehirn „passt perfekt“ oder „geht gar nicht“. Es ist erstaunlich, wie fein man hier fühlt! Passt der Sattel nicht, fertigt der Gitarrenbauer einen neuen an, wie den Steg auch, meist aus Knochen, früher Elfenbein. Bei günstigen Gitarren oft Plastik.

Intonation

Ebenso beeinflusst der Sattel die Intonation und Klang. Die Saitenlage wird durch die Tiefe der Kerben festgelegt. Sind sie zu niedrig, schnarren die Saiten. Sind sie zu hoch, braucht es viel Kraft zum Herunterdrücken. Auch die Intonation, bekanntermaßen ein Stiefkind der Gitarre, kann der Gitarrenbauer durch kleine Modifikationen am Sattel beeinflussen.

Der Sattel, dieses kleine Stück Knochen (Plastik, Elfenbein) hat also hohen Einfluss auf Bespielbarkeit, Klang und Intonation. Auch Barrés spielen sich besser bei gut eingestelltem Sattel.

Wer sich also über die Bespielbarkeit ärgert: Im Sattel liegen ungeahnte Möglichkeiten!

Für Bastler

Einige Bastler tüffteln selber am Sattel herum. Verschiedene Sättel ausprobieren, kostet nicht die Welt und kann bei etwas Geschick Spaß machen: Gitarrensattel und Zubehör

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