Händezittern

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Genug gewackelt!

Zittern ist lästig, ist nervig, ist stressig. Und weil’s stressig ist, verstärkt sich das Zittern – der Teufelskreislauf ist geboren.
Zittern wird in der Gesellschaft als Schwäche ausgelegt, es steht für Krankheit, Schwäche, Nervensache, Alkoholismus, Parkinson, Unsicherheit. Betroffene versuchen daher aus Scham, ihr Zittern zu verbergen, um nicht dem Vorurteil von Alkoholismus etc. ausgesetzt zu sein. Für Musiker kann Zittern ein „handfestes“ Problem werden, wenn bei Auftritten die vor Aufregung zitternde Hand nicht mehr zielgenau greifen kann.

Viele Ursachen

Dabei gibt es viele verschiedene Ursachen von Zittern und Dutzende von Zitterkrankheiten. Und wie sagt schon der Volksmund: das oder jenes ließ ihn „erzittern“, „zittern und zagen“ oder „mit Furcht und Zittern“ (Bibel) …

Oft ist die Ursache schnell gefunden, manches mal aber können Diagnose und Behandlung langwierig sein, da es viele Faktoren gibt. Fakt ist wohl, dass das Zittern vom Zentralen Nervensystem und vom Gehirn ausgeht. Manche Menschen neigen von Haus aus mehr zum Zittern als andere, die selbst im Stress eine „ruhige Hand“ bewahren. Die genetische Disposition spielt also mit eine Rolle.

Was Zittern fördert

Tremor, Zittern, Zittrigkeit und Händezittern kann viele Ursachen haben:

  • Stress, Nervosität, Müdigkeit, Erschöpfung, Burn-out, Depression
  • Entzug: Medikamente, Alkohol, Drogen …
  • Emotionale Erregung: Wut, Angst, Lampenfieber, Unsicherheit, starke Freude …
  • bestimmte Medikamente wie SSRIs, trizyklische Antidepressiva, Lithium, Asthma-Sprays, Ritalin …
  • stimulierende Substanzen wie Kaffee, koffeinhaltige Getränke, kreislaufstimulierende Substanzen, Amphetamine …
  • starke körperliche Tätigkeiten (Muskelübermüdung, die Koordinationsfähigkeit des Gehirns gerät hier an die Grenzen): Sport, handwerkliche Tätigkeiten, häufige monoton-repetive hochspezialisierte Tätigkeiten à la Schreiben, Musizieren (aufgabenspezifischer Tremor)
  • neurologische Schäden: Schädel-Hirn-Traumata, Vergiftungen (Schwermetalle), jahrelanger Alkohol- oder Drogenmissbrauch
  • Psychische Probleme: Depression, Angst, Anspannung, Panik, Zwänge …
  • Neurologische Krankheiten: Parkinson, Dystonie, Essentieller Tremor …
  • Traumata (Kriegszitterer)
  • Fokussierung (Warnehmungslenkung/Fixierung) auf das Zittern
  • Virusinfektionen 
  • Unterzucker

Zittern als Muskelmotor

Es gibt ein gesundes, natürliches Zittern, der so genannte physiologische Tremor. Dieses natürliche Zittern braucht es sogar, damit die Muskeln schnell reagieren können, es hält sie auf Betriebstemperatur. Ein Auto mit warmgelaufenem Motor ist schneller auf 180 als mit Kaltstart. Ein Stand-by-Kohlekraftwerk mit vorgewärmten Kessel geht schneller ans Netz als mit kaltem Kessel. Und das Kältezittern beim Frieren hält uns warm! Jedoch, das kostet:

Zittern verbraucht Energie!

Beim Kältezittern wird uns warm. Klar, denn die Muskeln arbeiten – bei jedem Zittern. Auf Dauer „ersch(r)öpft“ uns das aber. Ein kleiner Teufelskreislauf: Wir zittern, wenn wir erschöpft und müde sind. Das Zittern wiederum kostet uns aber auch Energie und ermüdet die Muskeln.

Wo ansetzen in diesem Kreislauf?

  1. Z. B. bei der Energie(zufuhr): Bei Unterzucker können wir zittern, führen wir Glucose / Traubenzucker zu, wird’s besser.
  2. Bei Erschöpfung: Ausspannen, ausruhen, Kraft und Energie tanken.

Das „normale“ Händezittern!

Es gibt den gesunden, normalen Tremor, der sog. „physiologische Tremor“. Man sieht und bemerkt ihn kaum. Jeder Mensch hat ihn, jeder Mensch braucht ihn, wie oben beschrieben, damit die Muskeln schneller reagieren können. Ohne diesen „guten“ Tremor wären wir weniger reaktionsschnell. In der Regel bemerkt man ihn nicht, man kann ihn aber sichtbar machen, den Schlingel: Lege ein Blatt Papier auf deine ausgestreckte, gespreizte Hand oder zeige mit dem Laserpointer auf eine entfernte Wand. Beim Arzt gibt es weitere maschinelle Möglichkeiten mit EMG-Ableitungen etc, einen Tremor zu messen.

Das physiologische (= gesunde, normale) Händezittern wird stärker bei Coffein, Aufregung:

hinweis-orange Händezittern bei Aufregung, Lampenfieber, Angst, Anstrengung ist meist ein sog. „verstärkter physiologischer Tremor“, der zwar lästig ist, aber keinen Krankheitswert an sich selber hat. (Hände)Zittern ist hier eine Reaktion des Körpers zum Spannungsabbau bzw. eine Überreizung des Nervensystems. Bitte gehen Sie im Zweifel zum Arzt um den Tremor (das Zittern) abzuklären. Mittels einer EMG-Ableitung kann der Neurologe z. B. analysieren, um welche Art Zittern es sich handelt. Die Uniklinik Freiburg unterhält hierfür ein regelrechtes Tremorlabor.

Was hilft und Zittern hemmt

Wenn das Zittern jedoch aus dem Ruder läuft, wird es lästig und unangenehm. Wir stellen vor, welche Tremor-Trainings es gibt und welche Anti-Zittermittel:

Heilmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente

Es gibt eine Reihe von Wirkstoffen, die oft positiv auf das (Hände)Zittern wirken:

Sonstige Maßnahmen / Tipps: 

  • Hände schütteln / ausschütteln
  • Operation: Beim Essentiellen Tremor und Parkinson-Zittern konnten mit Gehirnsonden („Gehirnschrittmacher“) gute Erfolge erzielt werden.
  • beim Essentiellen Tremor hilft oft Alkohol, die Hände zeitweilig ruhig zu bekommen. Allerdings besteht die Gefahr der Gewöhnung und Sucht, daher „Hände weg“! Lieber sanfte Methoden wie:

Entspannung macht oft auch die Hände ruhig

Entspannung, sowohl der Muskeln als auch des Nervensystems schlägt meist sehr gut an, sowohl bei krankhaftem Zittern/Tremor, als auch beim verstärkten physiologischen Tremor. Manchem hilft es, Antistressübungen unter aktivem Einbezug der Hände, denn das kann das bei leichten Formen vom Zittern der Hand ablenken:

Tiefenentspannung hilft bei einigen Tremorarten, da sie das Nervensystem tiefgehend beruhigt:

Hilfsmittel bei starkem Händezittern

Zittern die Hände so stark, dass sie im Alltag Probleme machen, so gibt es verschiedene Hilfsmittel zur Erleichterung:

Anti-Tremor-Training

armshake-move-it

Das Gehirn ist plastisch und lernfähig. Eine ruhige Hand lässt sich ein Stück weit auch trainieren, zum einen „spielerisch“„Zitterpartie“: Wer hat die ruhigste Hand? Spielend Koordination fördern. Zum anderen gibt es aber hochspezialisierte Anti-Tremor-Trainings: In manchen Berufen ist eine ruhige Hand unerlässlich, denken wir an den Feinmechaniker oder Uhrenmacher.

Anti-Händezittern-Training bei Augenärzten

Vor allem operierende Ärzte, Augenärzte und Augenchirurgen brauchen eine ruhige Hand. Hier geben US-Augenärzte Einblick, wie sie mit dem Händezittern umgehen: „In the wake of a shake“ An manchen Unikliniken trainieren angehende Augenärzte eine ruhige Hand mit dem Eyesi OP-Simulator , der u. a. eine  Anti-Tremortrainingseinheit  beinhaltet.

Anti-Zitter-Handtraining mit dem Armshake von Move-it

Eine sehr interessante Option bei Händezittern, Armzittern, Zittrigkeit und bei einigen Tremorarten ist daher das Anti-Tremor-Training mit dem Armshake von Move-it: Über eine Rückkopplung peripherer Nervensignale ans Gehirn kann eine Verbesserung der Symptomatik erzielt werden.

Warum Armshake? Geht nicht auch BMS-Vibrationstraining?

Der Armshake wurde speziell zur Behandlung von Tremor / Zittern entwickelt. Er erzeugt eine Schwingungsbewegung mit wesentlich größerer Amplitude, als dies z. B. von Rüttelplatten oder Vibrationshanteln bekannt ist.

Die Drehfrequenz der Motoren ist durch einen Algorithmus so dimensioniert, dass körpereigene interne Schwingkreise (Tremor) verstimmt oder ihre Schwingungen komplett unterbrochen werden. Der Armshake geht somit weit über die Anwendungsmöglichkeiten des klassischen Vibrationstrainings (Rüttelplatte, Vibrationshanteln) hinaus und hat einen positiven Effekt auf einen Tremor im Hand- oder Armbereich.

Wo erhalte ich den Armshake?

Ideen Der Armshake ist derzeit bei ausgewählten Fachhändlern und Amazon erhältlich: Anti-Tremor-Trainingsgerät Armshake in verschiedenen Farben

Ihr Vorteil beim Amazon-Kauf: Rückgaberecht innerhalb von 14 Tagen bei Nichtgefallen!

Noch ein paar Infos (Herstellerangaben, Dr. Oliver Kromat) zum Anwendungsbereich vom Armshake:

Hand- oder Arm-Tremor (allgemein)

 Im Allgemeinen hat das Training mit dem Armshake auf die meisten Tremorarten einen positiven Effekt  durch Stimulierung des Armes und der Nerven mit Bewegungen von bis zu 10 Hertz.

Moderne Medizintechnik in modernem Design

PS – Das Produktdesign vom Armshake und anderer innovativer und wegweisender Produkte zur Bewegungstherapie von Dr. Oliver Kromat stammt übrigens von WILDDESIGN. Diese auf Industrie- und Produktdesign spezialisierte Agentur hat die innovativen Anti-Tremor-Trainer von Dr. Oliver Kromat in ein modernes Design gehüllt.

Keine Angst vorm Zittern!

Du musst keine Angst vorm Händezittern zu haben! Im Gegenteil verstärkt Angst und Anspannung das Zittern noch. Kläre beim Arzt ab, ob nichts Schlimmes dahinter steckt, und dann, Augen zu, Hände auf und durch 😎  Gut, ok, es ist unangenehm, für einen selber und in der Öffentlichkeit zu zittern. Manche Menschen haben eine soziale Phobie und erröten, schwitzen oder zittern schnell und leicht in Gesellschaft. Die Angst davor, verstärkt es aber nur noch. Daher: sei entspannt, sei cool, sei selbstsicher! Dann wird auch das Händezittern besser  😎

Händezittern und Parkinson?

Nicht jeder, der zittert, hat gleich Parkinson! Das sorgt oft für Verunsicherung. Klar, es ist verständlich die Angst zu haben, wegen zitternder Hände gleich Parkinson zu haben (was aber oft nicht so ist). Daher gehört eine Diagnose in fachärztliche Hände. Denn Parkinson kann mit dem rel. harmlosen, aber lästigen Essentiellen Tremor oder dem noch harmloseren verstärkten physiologischen Tremor verwechselt und fehldiagnostiziert werden. Obwohl es sich recht gut abgrenzen lässt, Ruhetremor versus Bewegungszittern. Manche Parkinsonpatienten haben überhaupt kein Zittern. Zittern kann auch Begleiterscheinung von Multipler Sklerose und andere Krankheiten sein.
Lästig ist das Zittern aber allemal, daher haben wir extra diese Seite hier aufgebaut und hilfreiche Tipp sowie Anregungen aufgelistet, dazu den innovativen und viel versprechenden Armshake von Move-it-med, den wir aus „erster Hand“ ? selber kennen …

… dranbleiben, durchatmen, durchalten, loslassen: Es wird alles gut  😎 

Hinweise:

5 Kommentare auf “Händezittern”

  1. Adolf Offermann sagt:

    Bei Anspannung durch Aufregung oder Fotografieren, einschütten von Getränken
    zittert leicht die rechte Hand.

    • Adolf Offermann sagt:

      Leichtes Zittern der rechten Hand bei Aufregung. Fotogravieren Kamera zittert.
      Beim einschenken von Flüssigkeiten in Gläser

    • Mehner.info Mehner.info sagt:

      Hallo,

      wie Sie selber schreiben, „bei Anspannung und Aufregung“ – hier hilft Entspannung(straining) bestimmt gut weiter ?

  2. Susanne Brändle sagt:

    Hallo,
    ich habe einen essentiellen Tremor und zittere besonders, wenn ich ein Glas zum Mund führe oder eine Suppe esse. In Gesellschaft verstärkt sich dies gravierend, so dass ich kaum noch Getränke oder flüssige Nahrung in Gesellschaft zu mir nehme. Ich kann keine Betablocker nehmen, da mein Puls dann stark verlangsamt wird.
    Was ist die beste Methode, um diesen Tremor zu bezwingen oder zumindest zu verringern. Besten Dank im voraus für Ihren geschätzten Rat.

  3. Anna sagt:

    Hallo,
    Ich zittere schon mein ganzes Leben lang. Als Kind waren es nur die Hände aber um so älter ich werde um so schlimmer wird es. Jetzt zittere ich auch am Kopf und am gesamten Oberkörper und das bei jedem kleinem Anflug von Nervosität.
    Es belasted mich sehr und ich verzichte auf vieles deswegen. Ich schäme mich auch zum Arzt zu gehen weil „diese Blicke“ mir sehr unangenehm sind.

    Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen!

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