Die Mondfahrt der Maker

"ALQ at Apollo 17 Artwork" – so stellen sich die PTScientists ihren Mondrover in Aktion vor.

„ALQ at Apollo 17 Artwork“ – so stellen sich die PTScientists ihren Mondrover in Aktion vor.

Die Makerszene möchte zum Mond.

Wollten wir nicht alle schon mal dorthin? Diesen Traum erfüllen sich Berliner Bastler. Allerdings unbemannt, aber auch dies ist ein „großer Schritt“, denn es ist ein privates Projekt.

Ein Mondfahrzeug abgesetzt, erfolgreich noch dazu, das haben bislang nur:

  • USA: einzig bemanntes Mondvehikel LVR
  • Russland: unbemannter Rover Lunochod
  • China: unbemannter Rover Jadehase

… jeweils als staatliche Raumfahrtagenturen.

Europa gehört noch nicht zu diesem elitären Club, weder die ESA noch der DLR. Eine europäische studentische Mission European Student Moon Orbiter (ESMO) wurde 2012 abgeblasen, ebenso die europäische „Lunar Lander“-Mission – Dank Deutschland.

Die Maker machen’s …

Doch ein Berliner Maker-Team möchte es machen, die PTScientists: Ein Novum. Eine Sensation. Wenn es klappt.

Sie wären die ersten:

  • die ersten einer privaten Organisation auf dem Mond
  • die ersten Deutsche Mondmission
  • die erste europäische Mondmission
  • die ersten vom GLXP

Offiziell eingebettet in den Google Lunar X-Prize (GLXP) wirken sie jedoch darüber hinaus emanzipiert, so sehr ziehen sie ihr Ding durch. Auch in diesem Projekt bewahrheitet sich mal wieder, dass Maker, Amateurfunk, Raumfahrt und Astronomie zusammenwachsen.

Normal ist das nicht …

Es sind Nerds, Bastler, Tüftler, Enthusiasten. Bisschen verrückt muss man schon sein, sich so einem Vorhaben zu verschreiben. Vor allem mit dieser Ausgangslage anno 2009:

  • Null Ahnung vom Mond
  • Null Ahnung von Raumfahrt
  • Null Cent in der Tasche
  • Null Reputation – von den großen der Raumfahrt allenfalls müde belächelt.

Das hat sich geändert. Sie haben sich einen Ruf in der Branche erarbeitet, die Teilzeitwissenschaftler aus Berlin.

Was sie wohl erst schaffen werden, wenn sie es mal in Vollzeit machen? Ein Mond-Tag dauert immerhin rund 2 Wochen, ein vulgärer Erdentag 24 h – hier haben sie die Konstante schon ausgehebelt, denn mit einem 24 h-Tag gibt man sich hier bei PTS nicht zufrieden …

7 Kommentare auf “Die Mondfahrt der Maker”

  1. […] sie gar. So auch die Part-Time-Scientists aus Berlin. Aus den Teilzeitwissenschaftlern, die zum Mond möchten, sind mittlerweile Vollzeit-Profis geworden […]

  2. […] und Funkamateur, ist Mitglied von AMSAT-Deutschland und der PTScientists, die mit einem Rover zum Mond […]

  3. […] immer noch unberührt an der Landestelle von Apollo 11. Diese möchte die NASA gerne mit Hilfe von Makern, die zum Mond möchten, untersuchen: „Die Neuankömmlinge könnten die Essensreste und Fäkalien untersuchen, […]

  4. Werner Köhler sagt:

    Finde euch toll, sah einen Fernsehbeitrag, wäre interessant, ob man sich auch mit kleineren Geldbeträgen, am Projekt beteiligen könnte, so wie Anteilscheine etc.?
    Würde so an Mindesteinlagen von ca. 500€ – 1000 € denken.
    Sagenhaft, hoffe es gelingt euch
    Werner Köhler

    • Mehner.info Mehner.info sagt:

      Hallo,

      interessante Idee! Habe ich an die Teamleitung weitergegeben … 😉

      • Werner Köhler sagt:

        Danke für euere Antwort, bin etwas unkonventonell, halte was von Handschlagsqualität, insofern biete ich euch an sollte ich euch irgendwie in Wien helfen können, abholen vom Flughafen etc., in Wien mobil zu sein, keine Angst, war früher Taxilenker, dann wäre es für mich ein kleiner Beitrag eueren Traum zu verwirklichen.
        Unter dem Motto:“ Träumt einer einen Traum wird es vielleicht ein Traum bleiben, träumen mehrere den gleichen Traum, kann er verwirklicht werden!
        W.. Köhler
        PS. Wenn ihr gegen Hunde allergisch seid, hätte ich ein Problem, da ich häufig mit meiner kleinen Malteserhündin unterwegs bin.

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