Funkende Fledermäuse

Fledermaus mit Funksender. Foto: AK Fledermausschutz Sachsen Anhalt

Fledermäuse faszinieren!

Sie sind elegante Segler und performante Jäger. Und das im Dunkeln. Bei völliger Finsternis fliegen sie irrwitzige Manöver. Selbst in Höhlen. Eigenes Echoradar – nachts wo keiner was sieht, sehen sie mit ihren Ohren! Ja, richtig gelesen, sie sehen mit ihren Ohren. Ein einmaliges Echoradar der Tierwelt. Mit Ultraschall orten sie jedes kleinste und große Hindernis. Blitzschnell weichen sie aus, steuern um, fliegen halsbrecherische Figuren. Vergleichbar wäre das mit der Fliegerei: Sichtflug = Basisklasse, für den blinden Instrumentenflug muss der Pilot eine extra Klasse absolvieren! Es sind also absolute Spezialisten, die dunklen Tarnkappennachtjäger mit dem High-Tech-Radar.

Auf einer Veranstaltung vom Bund Naturschutz Kreisgruppe Landshut bekamen wir Einblicke in diese versteckte Welt. Faszinierend für die ganze Familie, wie diese Tiere leben. Wie man ihre unhörbaren Ultraschall-Laute hörbar macht. Und welche Arten es gibt, einmal gab – und vielleicht bald nicht mehr geben wird. Fledermäuse sind bedroht. Wie so vieles Natürliches in unser übermenschelten Welt. Fledermäuse müssen geschützt und dazu geortet werden. Während die gewieften Tiere sich des Ultraschalls bedienen, bedienen sich Forschung und Tierschutz der Funkwellen.

Fledermaus-Funk

Die letzte Kolonie der Großen Hufeisennase in Deutschland konnte mittels Minisendern aufgespürt werden. Ein großer Erfolg für den Tierschutz! Und so kein Wunder, dass sich tierliebe Funkamateure gerne an Erforschung und Beschützen dieser Tiere beteiligen. Das Besendern und Verfolgen von Tieren mit Funksendern, die Tiertelemetrie leistet in der Biologie, Forschung und dem Naturschutz wertvolle Dienste.

Manche Fledermäuse wandern zwischen Sommerresidenz und Überwinterungswohnung. Dabei sind sie Gefahren ausgesetzt. Windkraftanlagen können tödlich sein für das einzelne Tier und in der Gesamtheit für die ganze Population. Bis zu 250.000 Fledermäuse sollen allein in Deutschland jedes Jahr umkommen. Dazu kommen Veränderungen im Schlepptau des Klimawandels. Um das Verhalten der Tiere besser zu erforschen, werden sie besendert und die Daten ausgewertet.

In dem Projekt Fledermauszug sind Umweltschützer und Amateurfunker engagiert:

Hinweis: zum Empfangen brauchen Sie nicht zwangsläufig eine Amateurfunklizenz. Mit einem Empfänger, z. B. Weltempfänger, kann jedermann an der Ortung der Fledermaus-Funksender teilnehmen. Mit einer Funklizenz hat man jedoch mehr Möglichkeiten, an der Faszination Funk teilzunehmen 😉 Und Funkamateure, die Fledermaussender empfangen und melden, erhalten das wunderschöne Fledermausdiplom.

Fledermausdetektor

Spaß für die ganze Familie – die Tarnkappen-Jäger der Nacht zwar nicht sichtbar, aber hörbar machen! Entdecke die Faszination „Technik & Natur“.

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