Faszination Funk

Weltweiter Funkverkehr über Mittelwelle – ohne Provider und aufwändiger Infrastruktur

Funk ist faszinierend!

Warum? Dafür gibt’s wirklich jede Menge gute Gründe 🙂

Unabhängigkeit – Funk ist Freiheit

Was nützt ein Telefon oder Smartphone, Tablet, Handy, Internet, wenn das hierfür nötige Netz ausfällt? Schon mal nachgedacht? Dazu noch Stromausfälle, Hackerangriffe, Viren … all das gibt es beim Funk nicht! Funkgeräte können wie so manche Relaisstationen auch über Notstrom, Aggregate, Akkus oder Solarenergie betrieben werden. Funk läuft über ein eigenes System, entweder über Direktfunk oder über Reflektionen in der Atmosphäre oder über Relaistationen, die z. B. energieautark betrieben werden können. Daher ist Amateurfunk auch wichtiger Bestandteil für Notfunk in Krisen- und Katastrophenfällen.

Sicherheit

Funk ist ziemlich sicher. Zum Beispiel abhörsicher. Mit kleinen PMR-Funkgeräten auf kurze Entfernung kann dich keine NSA dieser Welt abhören. Ferner gibt es beim Funk auch keine Vorratsdatenspeicherung. Bei bestimmen Anwendungen kannst Du auch sicher sein, dass dich dein Partner auf Funkreichweite auch wirklich hören wird, wo doch beim Handy immer noch netzfreie Gebiete mit kaum oder keiner Abdeckung existieren. Zusätzlich kann man noch die Sprachverschleierung mit dem Scrambler (Sprachverschleierung)  oder mit Digitalfunk (PMR, Freenet, Betriebsfunk) ist man unter sich und vor Lauschern sicher.

Viele Vorteile durch Funk

Mobilfunknetze können ausfallen (Stromausfall), gehakt werden. GPS-Systeme können ausfallen durch schlechte Bedingungen (Nebel) oder weil Satelliten streiken, kaputt gehen oder durch Sabotage (Hack) oder Angriff (Military Missile) zerstört werden. Mit originären Funkystemen ist man von diesen Infrastrukturen weitgehend unabhängig! Man braucht nur ein Funkgerät, Antenne, Strom (Solar, Akku, Generator) und das Wissen über die Ausbreitungsbedingungen der Wellen! Mehr nicht!

Funk für viele Fälle

Anwendungen finden sich in Hülle und Fülle für jedermann:

  • Technikfreunde: technisch Interessierte, Bastler Tüftler, Maker …
  • Individualisten: die unabhängig von festen Infrastrukturen sein möchten
  • Retrotrend: passt zum allgemeine Retrotrend, zurück zur Filmkamera, zu Schallplatten, zu mechanischen Uhren, zum quäkenden Funk
  • Kostenorientierte: Einige Funkanwendungen sind kostenlos (Jedermannsfunk) oder recht günstig (Betriebsfunk). Für den Amateurfunk muss man Frequenznutzungsgebühren bezahlen, hat aber höhere Reichweiten (ca. 40 Euro/Jahr).
  • Film & Fernsehen als spannende Kulisse, da Funk immer noch das Aura des Geheimnisvollen, Wichtigen, Geheimdienstlichen umgibt!
  • Expeditionen: Antarktis, Everest, entlegene Regionen
  • Hilfsorganisationen
  • Schiffahrt, vor allem Segler, Weltumsegler, Jachtfahrer
  • Weltenbummler, Globetrotter
  • Mobilisten: Trucker/Brummifahrer, Wohnmobile, Land-Rover-Fans (eigene Sektion mit Funkamateuren), Motorrad-Gruppen, Konvois, Kolonnenfahrten. Offroad-Fahrten, Landrover-Clubs …
  • Kinder, Jugendliche: Spaß und Spannung, Detektiv spielen, Agent spielen … Babyüberwachung, Erreichbarkeit von Kindern
  • Studenten der Kommunikationstechnik zur allgemeinen Ausbildung und besserem Verständnis
  • Raumfahrtbegeisterte: Start-ups, organisationen wie Mars Society, FAR, PTScientists, AMSAT …
  • Events, Großveranstaltungen: Ordner, Einweiser, Funkeinweisung
  • Formel 1 (Boxenfunk), Tour de France (Tourfunk)
  • Sport: Wandern, Paragliding, Ballonfahren
  • Outdoor-Aktivitäten: Kanuwanderungen, Wanderungen, Ausflüge, GeoCaching …
  • Wetternachrichten über Funk (Segeln, Schifffahrt, USA: NOAA-Wetterfunk, Expeditionen, Bergsteigen …)
  • In Kontakt bleiben mit der Außenwelt über Funk (Expeditionen, Segler …)
  • weltweit Wetterberichte empfangen über Kurzwelle oder Wettersatelliten, von Wetterdiensten und Marinefunk
  • Notfunk: um Hilfe rufen

Sofort auf Sendung

Mobilfunk (Handy, Smartphone, Tablet, Messenger, WhatsApp) ersetzt zwar immer mehr und immer öfter den Funk (Wanderungen, Taxi, Wachdienste, Boxenfunk). Allerdings bietet Funk einen entscheidenden Vorteil:  Man ist sofort auf Sendung! Einfach auf die Taste drücken „Push-to-Talk“ und durchrufen ohne umständliches Wählen oder Wischen! 

Kostengünstige Kommunikation

„Aber ich habe doch Flatrate …?“ Schön. Trotzdem kostet die auch was. Funken kostet wenig bis kaum was.

CB-Funk, PMR & Freenet sind anmelde- und gebührenfrei, dürfen sogar als Betriebsfunk genutzt werden, für Führungen, Babyphone, am Bau, in den Bergen … überall!

Beim Amateurfunk muss man eine kostenpflichtige Prüfung ablegen und alle drei Jahren flattert eine Gebührenmitteilung ins Haus für die Frequenznutzung. Amateurfunk ist weniger für den Laber- und Quasselfunk gedacht, aber verboten ist es nicht 😉 Nur Betriebsfunk und Verschlüsselung wie ein Scrambler sind nicht erlaubt. Dafür bietet der Amateurfunk mehr Möglichkeiten und höhere Reichweiten.

Gemeinsam statt einsam …

Mit Funk ist man immer „gut verbunden“.

Sozial

Funk, vor allem der CB-Funk, gilt als ältestes soziales Netzwerk. Hier gab es schon lange Funkerrunden als erste „Communitys“. Weniger anonym als Internetchats, eine Stimme ist zudem sympathischer als Text und Smileys, Avatare … In einer Stimme hört man ein Lächeln, Emotionen … da braucht’s keine Emoticons …

  • Nicht allein (unterwegs) sein
  • Funkcommunity vs. anonymer Chat

Aufregend

… ich rufte in den Äther – wer wird antworten? Und von wo?

Weltweit

kostenloser weltweiter Funkbetrieb – abhängig von Ausbreitungsbedingungen im Kurzwellenfunk, unabhängig über Amateurfunksatelliten.

Spannend!

Funk fasziniert nicht nur technisch und kommunikativ, sondern weil er auch spannend ist!

  • Spannend: ich rufte in den Äther – wer wird antworten?
  • Spannende Technik und interessante Funkwellen, die sich unsichtbar ausbreiten
  • Faszinierende Möglichkeiten: Weltraumfunk, Datenfunk, eigenes Internet (HAMNET) …

Praktisch: Auf die Taste, fertig los!

Funken ist praktisch – einfach nur auf die Taste drücken, schon ist man auf Sendung. Leider ersetzen Smartphone und WhatsApp auch schon den bewährten Taxifunk und Boxenfunk. Jedoch, beim Smartphone muss man immer eine Nummer wählen, tippen oder wischen. Beim Funk drückt man einfach auf die Taste. Daher sind auch Handfunkgeräte und Walkie-Talkies nach wie vor unersetzliche Helferlein in vielen Situationen. Für viele Anwendungsfälle, wo Funk früher unerlässlich war, gibt es heute Alternativen. Aber Kosten, Erreichbarkeit und Funktionalität, Einfachheit der Bedienung, können in die Wahl noch mit „hineinfunken“, wenn sich die Frage stellt: Funk oder Smartphone?

Mehr Sicherheit durch Funk

Amateurfunk ist traditionell in Ländern mit hohem Erdbebenrisiko verbreitet, so wie in Italien oder Japan. Bebt die Erde, fallen nicht nur Häuser und Gebäude, sondern fällt auch oft die Telekommunikationsinfrastruktur aus. So kommt dem Amateurfunk als Notfunk eine hohe Bedeutung zu. Denn Amateurfunk ist unabhängig von großflächiger Infrastruktur, funktioniert alleine mit der Kraft der Physik verbunden mit einem Solarakku oder Notstromaggregat. Engagierte Funkamateure schließen sich oft zu regionalen Notfunkgruppen zusammen und halten Notfunkübungen ab.

Auch unterwegs im Auto oder Truck gibt eine Funke Sicherheit, wenn man mal liegenbleibt oder in gefährliche Situationen gerät. Freilich, das Mobilfunknetz wurde hierzulande in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Funklöcher gibt es immer weniger. Doch immer wieder kommt es zu großflächigen Ausfällen! Bei einer Panne oder Gefährdung könnte man hier immer noch über Funk Hilfe holen, siehe Notfunk unten.

Zudem ist Funk ideal im Outdoor-Bereich (Camping, Wandern, Trecking), auf Expeditionen (Wüste, unerschlossene Gebiete), für Reisen in ferne, exotische Länder. Zu beachten wären aber die jeweiligen Landesbedingungen für Funkfrequenzen.

In Kolonnenfahrten aus mehreren Fahrzeugen oder Gruppenfahrten mit dem Motorrad ist Funk auch ideal um in Kontakt zu bleiben, sich abzusprechen, vor Baustellen, Gefährdungen etc. zu warnen.

In Flächenländern wie den USA, Russland oder Australien genießt CB- und Amateurfunk alleine schon wegen der räumlichen Ausdehnung hohen Stellenwert. Oft ist der nächste Nachbar 100 Meilen entfernt, oder man ist ganz alleine auf der Straße unterwegs, das Mobilfunknetz entsprechend löchrig und schlüpfrig. Im dichtbesiedelten Deutschland verlassen wir uns dagegen viel zu sehr aufs mittlerweile gut ausgebaute Mobilfunknetz, was sich aber im Falle von Ausfällen, Störungen oder Katastrophen mal richtig rächen kann!

Und nicht umsonst gibt es den schönen alten Begriff „Funkstreife“ bei der Polizei 🙂 Auch die immer mehr in Mode gekommene Bürgerwacht kommt nicht ohne Funk aus.

Notfunk

Im Notfall mit einem Tastendruck um Hilfe rufen, das ist möglich mit dem Notfunk. Gemeinhin gilt im CB-Funk Kanal 9 AM als Notfallkanal, teilweise auch Kanal 19 FM. Im Amateurfunk wird u. a. auf UKW die mobile Anruffrequenz 145.500 MHz FM empfohlen. Leider ist „145.5“ aufgrund der Relais-Überhandnahme relativ verwaist. Ist die Frequenz eines lokalen Relais bekannt, kann man auch hier um Hilfe rufen. Ferner über Echolink, falls ein Einstieg möglich. Digitale Betriebsarten wie DMR oder DSTAR haben eine höhere Abdeckung und erhöhen die Chance, im Notfall gehört zu werden. Bitte beachten: Man kann sich allerdings nicht darauf verlassen, auf CB oder Amateurfunk im Notfall auch wirklich gehört zu werden! In der Schweiz besteht ein gut ausgebautes Notrufnetz „Rega“ auf 161,300 MHz, der sog. E-Kanal für Emergency.

Ideales Hobby für Leute mit Handicap

Funken ist ein ideales Hobby für Leute mit Einschränkungen und Behinderungen. Viele Blinde lieben das Funken und auch das melodische Morsen. Ferner gehbehinderte Menschen oder auch ältere Senioren, die nicht mehr so mobil sind. Sie können von zu Hause aus mit dem Rest der Welt verbunden bleiben!

Mit Astronauten und Forschern reden

Funk bietet die Möglichkeit, mit Leuten in Kontakt zu sein, mit denen „Otto Normalbürger“ sonst nie in Kontakt käme. Amateurfunker funken mit Astronauten der ISS oder mit Forschern der Neumayer-Forschugsstation im (noch) ewigen Eis. Zur Zeit der Apollomission gab es sogar Funkkontakte mit den Mondfahrern wie DJ8oT berichtet:

Bildung & Ausbildung

Funk geeignet für Bildung und Ausbildung für naturwissenschaftliches und elektrotechnisches Wissen in der Praxis. Ideal für Bildung, Ausbildung und Forschung. Daher haben einige Hochschulen und auch Schulen eigene Amateurfunkstationen. Funkausbildung hilft, Elektrotechnik und elektromagnetische Wellen zu verstehen. Gerade in Zeiten grasierender Angst vor Funk“strahlen“ (= „wellen“)/Elektrosmog nicht unwichtig!

  • technisch orientierte Schulen / Gymnasien, Realschulen, Mittelschueln
  • Hochschulen (Elektrotechnik, Fernwirktechnik, Kommunikationstechnik)
  • Kommunikationstechniker
  • Maker, Bastler, Tüftler
  • Interessierte …

Funksport

Auch Spaß und Sport kommt beim „Funksport“ nicht zu kurz. Funk selber kann Sport sein: So rennt man mit einem Empfänger durch Wald und Flur und versucht, versteckte Peilsender zu orten. Das nennt sich „Fuchsjagd“. Ebenso Spaß macht das Jagen von Wetterballonen: Wetterballone tracken, peilen, jagen, aufspüren, finden – und behalten. Denn die Sendeeinheit der Wetterballone dürfen Finder behalten, und tun hier sogar noch was für die Umwelt.

Im Profisport wird Funk verwendet zur Freude der Zuschauer und Zuhörer. Im Motorsport (DTM, Formel 1) blenden Fernsehsender gerne den Boxenfunk ein. Und bei der Tour de France 2017 sagte der Moderator „wir hören ja den Tourfunk ab“.

Im Breitensport findet Funk nützlich Anwendung für jedermann: Paragliding, Wandern, Bergsteigen …

Sammlung Stichworte:

  • Kostenlos
  • Echtzeit
  • Weltweit
  • Spaß an Technik
  • Spaß an Gemeinschaft …
  • … tüfteln, entwickeln, basteln, erfinden, entwerfen, programmieren -> Maker
  • Funkverbindungen über Satelliten, über Meteoriten, über Flugzeuttrageflächen, über Mond, über Venus
  • Weltraumfunk Steuerung von Sonden und Satelliten (Mondsonde, NASA-Sonde AMSAT, Marssonde ….)
  • Anerkannte technische Aus- und Fortbildung (Lizenzprüfung)
  • Erweitert den Horizont
  • Macht Spaß
  • Nie allein sein
  • Weltweite Kontakte
  • Neue Kontakte unterwegs, auf Dienstreisen, im Urlaub …
  • Allgemeinwissen: Sonnenwinde, Atmpospäre, elektromagnetisches Spektrum, Sonnenzyklus
  • Hilfe + Nothilfe im Katastrophenfall

Links & Infos

Funk für Segler

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